
- Home
- >
- Industrienatur
- >
- Standorte der Industrienatur
- >
- Halden
- >
- Schurenbachhalde
Schurenbachhalde
Auf den ersten Blick sieht ihr ovales Gipfelplateau aus wie eine lebensfeindliche Mondlandschaft. Doch die Schurenbachhalde im Essener Norden hält in puncto Artenvielfalt einige Überraschungen bereit. Dieser künstlich geschaffene Berg mit Rundumblick, in den eine riesige Stahlplatte gerammt wurde, beherbergt verschiedene Lebensräume, in denen jeweils spezifische Tiere, Pflanzen und Pilze leben.
Inhalt dieser Seite
Steckbrief
Standort: Essen-Altenessen
Koordinaten: 51° 30′ 45.797“ N, 7° 1′ 5.732“ O
Schüttbeginn: in den 1970er-Jahren
Schüttende: 1995
Maximale Höhe relativ zur Umgebung: 57 m
Höchster Punkt absolut: 86 m ü. NN
Fläche: 48 Hektar
Haldentyp: Landschaftsbauwerk
Material: Bergematerial
Skulptur: „Bramme für das Ruhrgebiet“
Begehbar: ja
Eigentümer: Regionalverband Ruhr (RVR)

Entstehung
In der Nähe des Rhein-Herne-Kanals im Essener Stadtteil Altenessen gab es einst die kleine Halde Fritz I/II der Schachtanlage Fritz I/II der Zeche Neuessen. Ab den 1970er-Jahren wurde in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft damit begonnen, eine weitere Halde aufzuschütten: die Schurenbachhalde, auch Halde Schurenbach genannt. Das Bergematerial hierfür stammte überwiegend aus der Zeche Zollverein. Schnell wachsend, „schluckte” die Schurenbachhalde bald die Halde Fritz I/II.
Noch während sie weiter aufgeschüttet wurde, begann man in den 1980er-Jahren mit der Begrünung der Schurenbachhalde. Entsprechend alt sind die Bäume, die noch heute auf ihr stehen. Einige sind bereits abgestorben, weshalb sich auf ihr etwas Totholz befindet. Benannt ist diese Halde übrigens nach einem heute unscheinbaren Fließgewässer. Ein oberirdisches Teilstück des Schurenbachs verläuft parallel zur Emscherstraße neben dem östlichen Haldenfuß. Es ist vom Zugang zur Treppe der Schurenbachhalde aus zu sehen.

Lebensräume und Artbeispiele

2. Temporärgewässer
3. Permanentes Gewässer
4. Trockene Wiese
5. Industriewald
Basierend auf einer Landkarte © OpenStreetMap-Beitragende
1. Fläche mit Rohboden
Auf dem oberen Haldenplateau liegt das Bergematerial auf einer Fläche von rund neun Hektar frei. Das Haldenplateau wird unter anderem wegen des Kunstwerks „Bramme für das Ruhrgebiet“ offen gehalten. Dieses thront an der höchsten Stelle der Halde. Zum Rand hin ist das Plateau abschüssig. Dabei beträgt der Höhenunterschied zwischen dem Standort der Bramme und dem an die Rohbodenfläche grenzenden Industriewald bis zu sieben Meter. Um einer spontanen Erosion vorzubeugen, durchziehen mehrere bis zu circa 30 Zentimeter tiefe Rinnen das Plateau und leiten Regenwasser ab. Im Randbereich sammeln sich die Wassermassen in Senken und bilden dort mehrere temporäre Gewässer. Außerdem gibt es im Westen einen Abfluss, der das Wasser in einen neben dem Zugangsweg verlaufenden Graben leitet.

Auf dem Rohboden wachsen vor allem Pionierpflanzen und einige Hochstauden. Sie zeigen, mit welcher Macht die Natur sich das Terrain zurückerobert. Oft bilden sich im Frühling überwiegend grün erscheinende Bereiche. Langfristig haben die Pflanzen wegen regelmäßiger Pflegemaßnahmen aber keine Chance, die Fläche zu überwuchern.
Zu den niedrigen Pflanzen, die auf dem Haldenplateau wachsen, zählen unter anderem verschiedene Moose, ein großer Bestand des Gewöhnlichen Reiherschnabels (Erodium cicutarium) sowie zahlreiche Exemplare des Tüpfel-Johanniskrauts (Hypericum perforatum), des Schmalblättrigen Greiskrauts (Senecio inaequidens), Nachtkerzen (Oenothera ssp.), des Färber-Waus (Reseda luteola) und des Schmalblättrigen Klebalants (Dittrichia graveolens).

Weitere Arten, die offene Flächen zum Überleben benötigen, sind vor allem Insekten. Dazu zählen die am Boden lebende Wanzenart Nysius huttoni und die Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens). Außerdem lässt sich dort die als gefährdet geltende Käferart Gronops lunatus und der seltene Salzliebende Schmalzünsler (Ancylosis oblitella) beobachten. Zwischen den losen Steinen auf der Rohbodenfläche leben zudem viele kleine Spinnentiere.
Im späten Herbst kann man am Fuß der Bramme beobachten, wie sich Marienkäfer – darunter vor allem der Asiatische Marienkäfer (Harmonia axyridis) – ins lose Bergematerial eingraben, um dort zu überwintern. Meist im März kommen sie wieder hervor.

Mit etwas Glück lässt sich zudem der Flussregenpfeifer (Charadrius dubius) in dieser kargen Landschaft antreffen. Eine Besonderheit aus dem Reich der Pilze ist der nur auf Peltigera-Flechten wachsende Hundsflechten-Adermoosling (Arrhenia peltigerina). Er kommt auf dem Haldenplateau punktuell vor.
Mehr Informationen zu Pionierstandorten mit Rohbodenflächen im Allgemeinen gibt es hier.












2. Temporärgewässer
Mehrere Rinnen durchziehen das Haldeplateau, mittels derer Regenwasser abgeleitet wird. Es sammelt sich in Vertiefungen am Rand des Plateaus und bildet temporäre Gewässer. In diesen Senken lagern sich mit der Zeit mehr und mehr Nährstoffe an, was sich daran zeigt, dass im Umfeld der Temporärgewässer inzwischen einige Pflanzenarten wachsen, die einen gewissen Nährstoffgehalt im Boden benötigen.
Die auf der Schurenbachhalde lebenden Kreuzkröten (Epidalea calamita) nutzen die kleinen Gewässer am Rand des Rohbodenplateaus zur Fortpflanzung. Meist sind sie schon ab Ende März aktiv, im April schwimmen häufig bereits die ersten Kaulquappen durch die flachen Gewässer.

Zu den weiteren Bewohnern dieser Mini-Tümpel gehören vor allem Wasserinsekten (Käfer und Wanzen), winzige Kiemenfußkrebse (Branchiopoda ssp.), Muschelkrebse (Ostracoda ssp.) sowie die Spitze Blasenschnecke (Physella acuta). Die auf der Schurenbachhalde häufigen Rabenkrähen (Corvus corone) nutzen die Gewässer gern zur Nahrungssuche, aber auch zum Trinken und Baden.
Einige der Temporärgewässer bestehen – ausreichend Regen vorausgesetzt – recht lange. Deshalb konnte sich in ihnen ein Bestand des Rohrkolbens (Typha sp.) entwickeln. Seit einiger Zeit siedeln sich auch weitere Wasserpflanzen wie der Gewöhnliche Froschlöffel (Alisma plantago-aquatica) an.

Mehr Informationen zu Temporärgewässern im Allgemeinen gibt es hier.









3. Permanentes Gewässer
Im Rahmen der Renaturierung der Halde wurde im östlichen Teil ein etwa 800 m² großes Gewässer angelegt. Nur ein Teil davon ist offenes Wasser, denn der hintere Bereich ist heute dicht bewachsen. Während längerer Hitze- und Dürreperioden schrumpft das Gewässer zudem stark, da es allein von Regenwasser gespeist wird.
Zu den am und im Gewässer wachsenden Pflanzen gehören Ästiger Igelkolben (Sparganium erectum), Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus), Europäischer Froschbiss (Hydrocharis morsus-ranae), Gift-Hahnenfuß (Ranunculus sceleratus), Schwimmendes Laichkraut (Potamogeton natans), Raue Hornblatt (Ceratophyllum demersum) und Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus).

Zwischen den Pflanzen verstecken sich gerne scheue Tiere wie das Teichhuhn (Gallinula chloropus). Teichfrösche (Pelophylax esculentus) suchen dort ebenfalls Schutz, wenn sie sich in Gefahr wähnen. Im Teich pflanzen sich neben dem Bergmolch (Ichthyosaura alpestris) auch verschiedene Libellenarten fort, darunter die Frühe Adonislibelle (Pyrrhosoma nymphula), die Große Pechlibelle (Ischnura elegans) und die Große Königslibelle (Anax imperator).
Darüber hinaus beherbergt der Teich verschiedene Egel (Hirudinea) und Strudelwürmer (Turbellaria) sowie weitere kleine Wassertiere, darunter winzige Ruderfußkrebse (Copepoda). Aus der Klasse der Schnecken sind die Posthornschnecke (Planorbarius corneus) und die Spitzschlammschnecke (Lymnaea stagnalis) vertreten. In der Ufervegetation lebt die Langflügelige Schwertschrecke (Conocephalus fuscus).

Vor allem an warmen Tagen muss das Gewässer viel aushalten, weil es dann zur Hundebadewanne wird. Bis zu 60 Hunde pro Stunde und maximal 14 gleichzeitig habe ich schon in diesem nicht allzu großen Gewässer beobachtet. Das ist aus Naturschutzsicht problematisch, weil die Hunde große Mengen Nährstoffe ins Wasser eintragen und so zu einer Überdüngung (Eutrophierung) beitragen können. Außerdem gelangen durch sie Chemikalien wie Floh- und Zeckenmittel ins Wasser, die den dort lebenden Tieren schaden können. Auf im Wasser schwimmende Kaulquappen und Uferpflanzen wird kaum Rücksicht genommen – sie werden oft zertrampelt. Aus hygienischer Sicht ist das ebenfalls fragwürdig. In dem stehenden Gewässer sammeln sich durch die Vierbeiner eingebrachte Bakterien und Parasiten an, was sich negativ auf die Gesundheit der Hunde auswirken könnte.










4. Trockene Wiese
Im östlichen Teil der Schurenbachhalde gibt es eine etwa 0,35 Hektar große, offene Fläche, auf der sich eine trockene Wiese befindet. Sie liegt an einem Hang zwischen zwei Wegen. Unten schließt sich das permanente Gewässer an, siehe oben. Um zu verhindern, dass die Wiese mit der Zeit durch immer höherwüchsigere Pflanzen und schließlich durch Bäume abgelöst wird, finden regelmäßige Pflegemaßnahmen zum Offenhalten statt.
Da es auf der Schurenbachhalde keine weiteren Wiesenflächen gibt, ist sie ein wertvoller Lebensraum. Auf ihr konzentriert sich das Vorkommen vieler Tiere und Pflanzen offener Landschaften. Pilze kommen dort weniger zahlreich vor als beispielsweise im angrenzenden Industriewald der Schurenbachhalde.

Zu den auf der Wiese anzutreffenden Insektenarten des Offenlandes zählen unter anderem Feldheuschrecken (Acrididae sp.). Im Boden nisten Wildbienen und andere Hautflügler. Auf dem breiten Trampelpfad, wo der Boden kahl ist, sind ihre Nestbauaktivitäten im Frühling besonders leicht zu sehen. Zahlreiche weitere Insekten nutzen die Wiese als Lebensraum, da ihnen die niedrigen Pflanzen als ideale Nahrungsquelle dienen.
Hauptsächlich von den dort lebenden kleinen Grashüpfern ernährt sich die Wespenspinne (Argiope bruennichi). Am Rand der Wiese gibt es einen kleinen Bestand der Golddistel (Carlina vulgaris agg.) und zwischen den anderen Wiesenpflanzen verstreut kommt das Kleine Tausendgüldenkraut (Centaurium pulchellum) vor.

Entlang des oberen Weges wachsen einige Hochstauden, die wiederum Insekten mit Nahrung versorgen. Dort lässt sich im Spätsommer zum Beispiel die Gemeine Sichelschrecke (Phaneroptera falcata) beobachten. Das Grüne Heupferd (Tettigonia viridissima) fühlt sich an den Hochstauden ebenfalls wohl.
Auf der Wiese stehen vereinzelt einige Rosenbüsche (Rosa sp.). An ihnen leben weitere spezialisierte Insektenarten. Vögel nutzen sie gern als Ansitze, wenn sie über dem Wiesenhang jagen. Während des Herbstzugs rasten dort manchmal kleine Singvögel wie der Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus).













5. Industriewald
An ihren Hängen wurde die Schurenbachhalde aufwendig begrünt. Dazu wurde zunächst eine 20–30 cm dicke Schicht humosen Bodens auf dem Bergematerial aufgetragen. Entlang der Wege lässt sich das an manchen Stellen gut erkennen. Mit diesem fruchtbaren Boden wurde die Basis für eine erfolgreiche Begrünung der Halde geschaffen. Unter dem Motto „Waldpark Schurenbach” wurden in den 1980er-Jahren rund 250 000 Gehölze, also Bäume und Sträucher, gepflanzt.
Von den Wegen, die sich im Abstand mehrerer Höhenmeter auf den Terrassen der Halde erstrecken, lässt sich dieser grüne, im Sommer schattige Lebensraum erkunden. Einige Pfade sind inzwischen für für Menschen, die zu Fuß unterwegs sind, gesperrt. Sie sind Teil des Brammen.Trails, der für Mountainbike-Begeisterte eingerichtet wurde.

Heute finden sich in dem Industriewald auf der Schurenbachhalde unter anderem Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus), Feld-Ahorn (Acer campestre), Gewöhnliche Robinie (Robinia pseudoacacia), Vogel-Kirsche (Prunus avium), Gewöhnliche Rosskastanie (Aesculus hippocastanum), Stiel-Eiche (Quercus robur), Rot-Eiche (Quercus rubra), Gewöhnliche Esche (Fraxinus excelsior), Hänge-Birke (Betula pendula), Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) und Gewöhnliche Hasel (Corylus avellana). Zwischen diese Laubbäume mischen sich einige immergrüne Wald-Kiefern (Pinus sylvestris).
Laubmoose (Bryopsida) und Lebermoose (Marchantiophyta) bedecken den Boden. Dabei beherbergt der Nordhang der Halde eine größere Artenvielfalt als die Flanken, die in die anderen drei Himmelsrichtungen weisen.

Als Miniatur-Wald beherbergen die Laubmoose viele kleine Bodentiere wie Mauerassel (Oniscus asellus), Kugelspringer und Springschwänze (Collembola sp.). Insbesondere entlang der Wege stehen niedrige Pflanzen wie die Echte Nelkenwurz (Geum urbanum) und die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata). Vielerorts wächst der Gewöhnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) im Schatten der Bäume.
Weil es im Wald recht viel Totholz gibt, kommen zahlreiche Pilzarten vor, darunter Holzzersetzer wie die Geweihförmige Holzkeule (Xylaria hypoxylon) und die am Boden wachsende Herbst-Lorchel (Helvella crispa).

Das Geäst der Bäume und Sträucher wird von verschiedenen Vogelarten bewohnt, darunter Amseln (Turdus merula), Singdrosseln (Turdus philomelos), Buchfinken (Fringilla coelebs), Blaumeisen (Cyanistes caeruleus), Kohlmeisen (Parus major), Rotkehlchen (Erithacus rubecula) und Buntspechte (Dendrocopos major). Neben den scheuen Mäusen, die den Waldboden bewohnen, fallen unter den Säugetieren vor allem die Europäischen Eichhörnchen (Sciurus vulgaris) auf den Bäumen auf.
Mehr Informationen zu Industriewäldern im Allgemeinen gibt es hier.









Besonderheiten
Fossilien
Wer sich für Fossilien interessiert, wird auf der Schurenbachhalde schnell fündig. Auf dem Haldenplateau liegen sie offen, man muss nur auf die Details achten. Dort sind im Gestein erhaltene Abdrücke von Pflanzen aus dem Oberkarbon zu finden, darunter Farne und Schachtelhalme. Wenn das Gestein noch feucht vom Regen ist, lassen sich die Fossilien besonders leicht entdecken. Durch die Feuchtigkeit werden die Versteinerungen gut sichtbar.


Zugvögel beobachten
Da sich vom Haldenplateau aus ein freier 360-Grad-Blick bietet, ist die Schurenbachhalde ein idealer Ort, um Zugvögel zu beobachten. Im Herbst fliegen an manchen Tagen Tausende Kraniche (Grus grus) recht tief über die Halde hinweg in Richtung Südwest. Des weiteren lassen sich häufig Singvögel, darunter Wiesenpieper (Anthus pratensis) und Feldlerchen (Alauda arvensis), im Flug beobachten. Wenn gerade niemand auf der Halde Drachen steigen lässt, nutzen immer mal wieder einige der ziehenden Singvögel den Rand des Haldenplateaus für eine kurze Rast.


Meine Naturbeobachtungen
Die Schurenbachhalde ist eines meiner regelmäßigen Exkursionsziele für Naturbeobachtungen. Meine Beobachtungsdaten dokumentiere ich auf dem Meldeportal von NABU|naturgucker und sammle die Angaben im Gebiet Schurenbachhalde. Auf der Halde konnte ich bereits zahlreiche Arten bzw. Taxa beobachten, wie die folgende Statistik zeigt.
Anzahl der Taxa1 pro Artengruppe
Moose: 27
Gefäßpflanzen: 257
Amphibien: 5
Reptilien: 0
Säugetiere: 6
Vögel: 61
Insekten: 477
Sonstige Tiere: 108
Pilze, Flechten und Schleimpilze: 121
Bakterien: 1
Gesamt: 1.063
Exkursionen: 45
Beobachtungsdatensätze: 6.269
Bezugszeitraum: 05.08.2007 bis 17.01.2026
1 Was sind Taxa? Das können Sie hier nachlesen.

Infos für den Besuch
Vor allem im südlichen Bereich der Halde ist der Verkehrslärm der A 42 allgegenwärtig. Auf dem Haldenplateau rund um die Bramme heizt sich das dunkle Bergematerial an sonnigen Tagen stark auf. Wenn gleichzeitig Windstille herrscht, sind die Temperaturen auf dem Plateau deutlich höher als in der Umgebung. Ein Besuch der Schurenbachhalde kann deshalb im Sommer zur schweißtreibenden Angelegenheit werden. Dagegen kann es sehr angenehm sein, im Herbst in der vergleichsweise warmen Umgebung den Zugvögeln am Himmel zuzusehen. Da dieser Bereich der Halde dem Wind stark ausgesetzt ist, ist es an windigen Tagen im Herbst und Winter oft kühl.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Schurenbachhalde sehr gut zu erreichen. Von der Haltestelle Heßlerstraße der Linie U11 bis zum westlichen Zugangspunkt sind es 600 Meter. Die Bushaltestelle „Kirche Heßlerstraße” der Linien 173 und 183 befindet sich 400 Meter vom östlichen Zugangspunkt der Halde entfernt. Parkmöglichkeiten für Pkw gibt es zum Beispiel an der Nordsternstraße.
In der Nähe (Radius 5 km)
Alle in Kilometern angegebenen Distanzen sind Luftlinien.
Essen
Von der Treppe der Schurenbachhalde aus sind es nur rund 250 m Fußweg zum Zugang zur benachbarten, östlich gelegenen Halde Eickwinkel. Die kleine Halde 7, auch Stinneshalde oder Halde Mathias Stinnes genannt, befindet sich im äußeren Essener Norden und ist rund 2 km entfernt. Zum UNESCO-Welterbe Zollverein sind es 3,3 km.

Bottrop
Die Bottroper Halde Beckstraße mit ihrer Skulptur „Tetraeder” liegt circa 3,7 km entfernt.
Gelsenkirchen
In 2,7 km Entfernung liegt die Halde Zollverein 4/11.
Gladbeck
Außerdem ist es nicht weit zur Haldenlandschaft im Brauck in Gladbeck, die auch als Braucker Alpen bezeichnet wird. Dort lassen sich die Halde im Brauck (4,7 km), die Mottbruchhalde (4,1 km), die Halde 22 (3,4 km) und die Halde 19 (2,75 km) erkunden.
Links
⇒ Haldenlandschaft Schurenbach – Essen, Seite des RVR
⇒ Schurenbachhalde auf Wikipedia
⇒ Schurenbachhalde und Halde Eickwinkel auf Ruhrgebiet-industriekultur.de