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Lebensräume der Industrienatur
Viele Industriebrachen und Halden im Ruhrgebiet beherbergen ein Mosaik aus oft nicht einmal besonders großen Lebensräumen. Gerade diese zahlreichen Kleinlebensräume mit ihren besonderen Bedingungen tragen wesentlich zur Artenvielfalt der Industrienatur-Standorte bei. Sie bieten einer Vielzahl unterschiedlicher Organismen geeignete Lebensbedingungen. Diese Kleinstrukturen sind häufig durch die frühere industrielle Nutzung und die anschließende ungestörte Entwicklung der Flächen entstanden. Einige von ihnen können nur durch gezielte Pflegemaßnahmen über einen längeren Zeitraum erhalten werden.
Daneben gibt es relativ großflächige Lebensräume, wie zum Beispiel ausgedehnte, karge Haldenplateaus und Industriewälder. Diese Bereiche beherbergen eine Reihe spezialisierter Arten, die an die jeweiligen Standortbedingungen angepasst sind. Auf den der Sonne ausgesetzten, trockenen Haldenplateaus sind dies oft wärmeliebende Arten offener Landschaften. In den Wäldern leben dagegen unter anderem Arten, die mit Schatten zurechtkommen.
Auch Bergsenkungsgewässer zählen im weitesten Sinne zu den Standorten der Industrienatur, da sie durch den Bergbau entstanden sind. In diesen zum Teil noch recht jungen Gewässern haben sich viele am und im Wasser lebende Arten angesiedelt. Damit tragen diese besonderen Gewässer maßgeblich zur Artenvielfalt im Ruhrgebiet bei.