
- Home
- >
- Industrienatur
- >
- Arten an Industrienatur-Standorten
- >
- Tiere
- >
- Insekten
- >
- Heuschrecken
- >
- Blauflügelige Ödlandschrecke
Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens)
Farblich perfekt an ihre Umgebung angepasst, fällt die auf dem Boden lebende Blauflügelige Ödlandschrecke kaum auf. Außer, wenn sie sich gestört fühlt. Dann blitzen bei ihren kurzen Flügen ihre markanten blauen Flügel auf. Allerdings hat sie eine Doppelgängerin, mit der sie sich den Lebensraum teilt und mit der sie leicht verwechselt werden kann.
Inhalt dieser Seite
Systematik
⇒ Klasse: Insekten (Insecta)
⇒ Ordnung: Heuschrecken (Orthoptera)
⇒ Familie: Feldheuschrecken (Acrididae)
Infos über die Art
⇒ Gehört zu den Kurzfühlerschrecken (Caelifera)
⇒ Männchen 13–23 mm, Weibchen 20–29 mm
⇒ Grundfärbung variabel; meist graubraun, aber auch ockerfarben oder rotbraun
⇒ Fleckenzeichnung unterschiedlich stark ausgeprägt
⇒ Blau-transparente Hinterflügel mit dunkler Querbinde
⇒ Erkennbar am deutlichen Mittelkiel des Halsschildes und typischen Knick auf der Oberseite des Hinterschenkels
⇒ Ernährt sich hauptsächlich von Gräsern und verschiedenen Kräutern
⇒ Nymphen meist ab Mai, erwachsene Individuen (Imagines) von Juli bis Oktober
⇒ Überwinterung als Ei
⇒ Rote Liste NRW: 2 (stark gefährdet)
⇒ Artporträt bei NABU|naturgucker (Bilder/Videos und Beobachtungsdaten)
Wissenswertes
Sie hält sie sich überwiegend am Boden auf und läuft lieber, statt zu hüpfen. Je nachdem, wo sie aufwächst, passt sie sich farblich an den Untergrund an. Dadurch ist sie in ihrem Lebensraum meist bestens getarnt.

Im Unterschied zu vielen anderen Heuschreckenarten kommt die Blauflügelige Ödlandschrecke ohne eine ausgeprägte Balz aus. Das Zirpen der Männchen ist kurz und sehr leise. Wie das klingt, ist hier nachzuhören. Nach der Befruchtung legen die Weibchen ihre Eier im Boden ab.






Lebensraum
Warme und trockene Orte mit wenig Vegetation sind genau das Richtige für sie. Sie lebt beispielsweise in Kiesgruben, Steinbrüchen, auf Magerrasen sowie schotter- und sandreichen Flächen. Im Ruhrgebiet ist sie ein fester Bestandteil der Industrienatur. In dieser Region bewohnt sie zahlreiche Halden, Industriebrachen und ehemalige Gleisanlagen.



Verwechslungsarten
An einigen Industrienatur-Standorten teilt sie sich ihren Lebensraum mit der sehr ähnlich aussehenden Blauflügeligen Sandschrecke (Sphingonotus caerulans).

