Rote Mordwanze (Rhynocoris iracundus), Halde Großes Holz, 22.06.2022

Insekten

Die artenreichste Tierklasse der Erde sind die Insekten, wissenschaftlich Insecta genannt. Als Gliederfüßer zeichnen sie sich durch ihren gegliederten Körper aus, der in Kopf, Brust und Hinterleib unterteilt ist. Sie haben sechs Beine und in der Regel zwei Flügelpaare. Es gibt jedoch auch Insekten, bei denen zwei Flügel stark zurückgebildet sind und nur zwei zum Fliegen genutzt werden.

Insekten besiedeln fast alle Lebensräume der Erde und spielen in den von ihnen bewohnten Ökosystemen eine wichtige Rolle. Sie sind Bestäuber und Zersetzer und dienen zahlreichen anderen Tieren als Nahrung.

Die meisten Insekten durchlaufen eine Metamorphose. Ihr Nachwuchs schlüpft in der Regel aus Eiern und entwickelt sich zu erwachsenen Tieren. Jedoch läuft dieser Prozess nicht bei allen Insekten gleich ab. Einige Insekten haben Larven, die den erwachsenen Tieren bereits stark ähneln. Sie durchlaufen eine unvollständige Verwandlung, die auch als hemimetabole Metamorphose bezeichnet wird. Beispiele hierfür sind die Nymphen der Heuschrecken und Wanzen.

Dagegen durchlaufen die Larven anderer Insekten, darunter Schmetterlinge und Käfer, eine vollständige Metamorphose. Ihr Entwicklungszyklus verläuft vom Ei über die Larve und die Puppe zum erwachsenen Tier. Vor allem bei den Schmetterlingen vollzieht sich im Puppenstadium ein beeindruckender Wandel von der Raupe zum filigranen Tier mit Flügeln.

Manche Insekten legen keine Eier, sondern sind lebendgebärend (vivipar). Das lässt sich bei vielen Blattläusen beobachten.

Weltweit sind bislang mehr als eine Million Insektenarten wissenschaftlich beschrieben, doch schätzt man, dass es tatsächlich viel mehr sind. In Deutschland sind derzeit mehr als 33 000 Insektenarten nachgewiesen, allerdings nimmt ihre Zahl ab. Zahlreiche von ihnen sind durch den Verlust ihres Lebensraums, den Einsatz von Pestiziden und weitere Faktoren gefährdet, was die Dringlichkeit ihres Schutzes unterstreicht.

Die Industrienatur-Standorte des Ruhrgebiets, aber auch die „wilde“ Natur und sogar der Siedlungsbereich beherbergen eine Fülle von Insekten.

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