Kartäuserschnecke (Monacha cartusiana), Brache Neue Mitte II, 10.09.2016

Schnecken (Gastropoda)

Schnecken gehören zu den Lebewesen, denen man meist kaum Beachtung schenkt – es sei denn, sie machen sich über das Gemüse im Garten her. Aber das tun nur wenige Arten. Die meisten Schnecken, die hierzulande leben, ernähren sich ganz anders oder kommen nur in völlig anderen Lebensräumen vor. Einige von ihnen wissen sogar die Industrienatur-Standorte als perfekte Umgebung für sich zu nutzen.

Systematik

⇒ Stamm: Weichtiere (Mollusca)
⇒ Klasse: Schnecken (Gastropoda)

Infos über die Tiere

⇒ Weicher Körper ohne inneres Skelett
⇒ Entweder mit sichtbarem Gehäuse (Gehäuseschnecken) oder ohne (Nacktschnecken)
⇒ Bei vielen Arten ist das Gehäuse gewunden, doch es gibt auch Schnecken mit napfartigem Gehäuse
⇒ Fühler mit Sinnesorganen für das Tasten, Riechen und Sehen
⇒ Raspelartige Zunge (Radula), mit der Nahrung von Oberflächen abgeschabt wird
⇒ Es gibt landlebende und im Wasser lebende Arten (in Süß- und Salzwasser)
⇒ Überwiegend nachtaktiv oder bei feuchtem Wetter unterwegs
⇒ Porträt bei NABU|naturgucker (Bilder/Videos und Beobachtungsdaten)

Schienenverkehr der anderen Art: Spanische Wegschnecke (Arion vulgaris), UNESCO-Welterbe Zollverein, 02.09.2023

Wissenswertes

Schnecken sind mit Muscheln (Bivalvia) und Kopffüßern (Cephalopoda, z. B. Tintenfische) verwandt. Alle drei Gruppen gehören zu den Weichtieren (Mollusken). Weltweit sind mehrere Zehntausend Schneckenarten bekannt, ihre genaue Zahl ist jedoch unklar. Das Größenspektrum der Schnecken ist enorm. In Mitteleuropa gehört die Gemeine Punktschnecke (Punctum pygmaeum) mit einer Gehäusebreite von nur 1,2–1,6 mm zu den kleinsten Arten. Mit einer Länge von bis zu 13 cm ist der Tigerschnegel (Limax maximus) die größte hier lebende Art; es soll sogar noch größere Individuen geben.

Überwiegend ernähren sich Landschnecken von Pflanzenmaterial, abgestorbenen Pflanzenteilen, Pilzen oder Algen. Einige Arten fressen hingegen auch Aas oder kleine Tiere. Damit übernehmen Schnecken eine wichtige Rolle beim Abbau organischer Substanzen und tragen zur Nährstoffrückführung im Boden bei. Obwohl einige Arten im Garten als Schädlinge wahrgenommen werden, sind Schnecken demnach ein wichtiger Bestandteil natürlicher Lebensgemeinschaften.

Schnecken sind Zwitter. Paaren sich zwei Individuen, so befruchtet jedes von ihnen den Partner und wird gleichermaßen von ihm befruchtet. Anschließend erfolgt die Eiablage an geschützten, feuchten und dunklen Stellen, wie beispielsweise in kleinen Erdhöhlen, unter Steinen oder Falllaub sowie unter der Rinde von auf dem Boden liegenden Ästen.

Lebensraum

Je nach Art benötigen Schnecken eine Umgebung, die ihren Bedürfnissen entspricht und ihnen Nahrung, Versteckmöglichkeiten sowie Plätze zur Fortpflanzung bietet. Etliche Industrienaturstandorte des Ruhrgebiets verfügen über unterschiedliche Lebensraumtypen und eignen sich daher für eine Vielzahl von Schneckenarten.

Wie viele Schneckenarten und -individuen es auf den einzelnen Arealen gibt, hängt unter anderem von den dort durchgeführten Pflegemaßnahmen ab. Intensiv gepflegte Bereiche halten oft kaum ausreichenden Versteckmöglichkeiten bereit, weshalb es die Schnecken dort schwer haben oder auf diesen Flächen gar nicht vorkommen. Naturbelassene Bereiche, die nicht zu stark oder zu häufig gepflegt werden, sind hingegen für viele Schnecken attraktiv.

Posthornschnecken (Planorbarius corneus) – einmal ohne und einmal mit Algenbewuchs, Schurenbachhalde, 29.09.2024

Arten der Industrienatur-Standorte

Je nach Art benötigen Schnecken eine Umgebung, die ihren Bedürfnissen entspricht und ihnen Nahrung, Versteckmöglichkeiten sowie Plätze zur Fortpflanzung bietet. Etliche Industrienaturstandorte des Ruhrgebiets verfügen über unterschiedliche Lebensraumtypen und eignen sich daher für eine Vielzahl von Schneckenarten.

Die im Folgenden gezeigten Schneckenarten lassen sich an den Standorten der Industrienatur im Ruhrgebiet relativ regelmäßig beobachten. Daneben gibt es weitere Arten, die dort jedoch seltener sind. Einige der hier vorgestellten Arten stammen ursprünglich aus anderen Teilen der Welt und kamen früher in Mitteleuropa nicht vor. Diese tierischen Neubürger (Neozoen) sind hinter ihrem Namen jeweils entsprechend gekennzeichnet.

Gemeine Bernsteinschnecke (Succinea putris)

An Land lebende Art
Gehäusehöhe: 10–15 mm, gelegentlich bis 24 mm
Gehäuse: dünnwandig, rechtsgewunden, eiförmig und relativ groß, bernsteinfarben bis gelblichbraun; glatt und meist stark glänzend
Ernährung: vor allem abgestorbenes Pflanzenmaterial, Algenbeläge und weiche Pflanzenteile
Verwechslungsarten: andere Bernsteinschnecken (Succineidae)
Hinweis: lebt häufig in sehr feuchten Lebensräumen, etwa in Röhrichten, an Ufern oder in sumpfigen Wiesen, oft direkt auf Pflanzenstängeln

Gemeine Achatschnecke (Cochlicopa lubrica)

An Land lebende Art
Gehäusehöhe: circa 5–7,5 mm
Gehäusedurchmesser: etwa 2,4–2,9 mm
Gehäuse: schlank eiförmig bis zylindrisch, rechtsgewunden, glatt und glänzend, gelb- bis rotbraun gefärbt
Ernährung: hauptsächlich abgestorbenes Pflanzenmaterial, Pilze und Algenbeläge
Synonym: Gemeine Glattschnecke

Gemeine Schließmundschnecke (Alinda biplicata)

An Land lebende Art
Gehäusehöhe: etwa 16–18 mm
Gehäuse: turmförmig-bauchig, linksgewunden, deutlich gerippt; braun bis rotbraun gefärbt
Ernährung: hauptsächlich Algenbeläge, Pilze und abgestorbenes Pflanzenmaterial
Wichtigstes Erkennungsmerkmal: zwei auffällige Falten in der Gehäuseöffnung („biplicata“ = „zweifach gefaltet“)
Verwechslungsarten: andere Schließmundschnecken (Clausiliidae)
Synonym: Balea biplicata

Gefleckte Schüsselschnecke (Discus rotundatus)

An Land lebende Art
Gehäusehöhe: circa 1,4–2,8 mm
Gehäusedurchmesser: etwa 5–7 mm
Gehäuse: sehr flach und scheibenförmig, gelb- bis rotbraun mit feinen, regelmäßigen Rippen; wirkt oft ein wenig gescheckt
Ernährung: vor allem abgestorbenes Pflanzenmaterial, Pilze und Algenbeläge

Genetzte Ackerschnecke (Deroceras reticulatum)

An Land lebende Art
Länge: etwa 3–5 cm, ausgestreckt bis etwa 6 cm
Rückenfärbung: sehr variabel, meist grau, graubraun oder beige; häufig mit dunkler, netzartiger Musterung
Sohle: weißlich bis hellgrau
Ernährung: vor allem zartes Pflanzenmaterial wie Keimlinge, junge Blätter und Wurzeln; frisst außerdem abgestorbenes Pflanzenmaterial
Verwechslungsart: Graue Ackerschnecke (Deroceras agreste) – sie ist meist etwas kleiner und gleichmäßiger gefärbt, sie zeigt keine netzartige Zeichnung

Tigerschnegel (Limax maximus)

An Land lebende Art
Länge: bis 13 cm, gelegentlich noch größer
Rückenfärbung: grau bis gelblichgrau mit zahlreichen dunklen Flecken und/oder länglichen Streifen
Sohle: hell, meist weißlich bis cremefarben
Ernährung: vor allem Pilze, abgestorbenes Pflanzenmaterial, Aas sowie die Gelege anderer Schneckenarten
Verwechslungsart: Schwarzer Schnegel (Limax cinereoniger) – meist einfarbig dunkelgrau bis schwarz und ohne Fleckenmuster

Artenkomplex Gemeine Wegschnecke/Garten-Wegschnecke (Arion distinctus/hortensis)

An Land lebende Art
Länge: bis 5 cm, meist aber kleiner
Rückenfärbung: gelbbraun bis graubraun mit dunklen Längsstreifen
Sohle: variabel, von hellgelb, bräunlichgelb, dunkelgelb bis orange
Ernährung: lebendes Pflanzenmaterial, z. B. zarte Blätter und Früchte, Pilze
Hinweis: Die Gemeine Wegschnecke und die Garten-Wegschnecke sind äußerlich kaum voneinander zu unterscheiden. Da sie vielerorts in denselben Lebensräumen vorkommen, werden sie zu einem Artenkomplex zusammengefasst. Junge Wegschnecken sind anhand ihres Aussehens meist nicht auf Artniveau bestimmbar.

Spanische Wegschnecke (Arion vulgaris), wahrscheinlich Neozoon

An Land lebende Art
Länge: etwa 7 cm, mitunter sogar 12 cm
Rückenfärbung: sehr variabel, von hellbraun über orange bis dunkelbraun oder fast schwarz
Sohle: weißlich, cremefarben bis hellgrau
Ernährung: lebendes, saftiges Pflanzenmaterial, Pilze, Kot und Aas
Ursprüngliche Verbreitung: Es wird angenommen, dass die Spanische Wegschnecke ursprünglich aus Südwesteuropa stammt und durch den Menschen verbreitet wurde. Ein hundertprozentiger Beweis dafür steht jedoch noch aus.
Verwechslungsart: Rote Wegschnecke (Arion rufus) – sie ist allerdings sehr selten, was möglicherweise daran liegt, dass sie durch die Spanische Wegschnecke verdrängt wurde
Hinweis: junge Wegschnecken sind anhand ihres Aussehens meist nicht auf Artniveau bestimmbar.

Gemeine Haarschnecke (Trochulus hispidus)

An Land lebende Art
Gehäusehöhe: circa 5–6 mm
Gehäusedurchmesser: etwa 5–12 mm
Gehäuse: flach kegelförmig, gelb- bis rotbraun; Oberfläche mit feinen Rippen und oft mit kurzen, borstigen Haaren besetzt; die Haare können aber so stark abgenutzt sein, dass sie völlig fehlen
Ernährung: überwiegend abgestorbenes Pflanzenmaterial, Pilze und Algenbeläge

Kartäuserschnecke (Monacha cartusiana), Neozoon

An Land lebende Art
Gehäusehöhe: 6–10 mm
Gehäusedurchmesser: 9–18 mm
Gehäuse: niedrig-kegelförmig, meist weißlich bis hellbeige gefärbt, oft mit schwachen oder fehlenden Spiralbändern; Oberfläche fein gerippt
Ernährung: vor allem abgestorbenes Pflanzenmaterial, Algenbeläge und weiche Pflanzenteile
Ursprüngliche Verbreitung: Stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum bzw. Südeuropa und hat sich von dort aus in den letzten Jahrzehnten nach Norden ausgebreitet; wurde auch teils vom Menschen unbeabsichtigt transportiert

Gefleckte Heideschnecke (Candidula intersecta)

An Land lebende Art
Gehäusehöhe: 5–8 mm
Gehäusedurchmesser: 7–13 mm
Gehäuse: kugelig bis gedrückt-kegelförmig, weißlich bis hellgrau gefärbt, meist mit mehreren feinen, unterbrochenen braunen Spiralbändern; Oberfläche mit deutlichen, sich kreuzenden Rippen
Ernährung: vor allem abgestorbenes Pflanzenmaterial, Algenbeläge und zarte Pflanzenteile
Ursprüngliche Verbreitung: Wahrscheinlich West- und Südwesteuropa, die Art breitet sich zurzeit aus

Kantige Laubschnecke (Hygromia cinctella), Neozoon

An Land lebende Art
Gehäusehöhe: 6–7 mm
Gehäusedurchmesser: 10–12 mm
Gehäuse: dünnwandig, leicht durchscheinend und niedrig-kegelförmig, weißlich-grau über beige bis gelblich bis dunkelbraun, oft mit dunkleren Flecken; häufig schmales, weißes Band am Kiel
Ernährung: vor allem abgestorbenes, aber auch frisches Pflanzenmaterial, Flechten und Algenbeläge
Ursprüngliche Verbreitung: wahrscheinlich Italien und angrenzende Länder bis zu den Alpen
Wichtigstes Erkennungsmerkmal: Kiel am Gehäuserand (oft mit weißem Band) und dunkles Spiralband am Rand der letzten Windung

Garten-Bänderschnecke (Cepaea hortensis)

An Land lebende Art
Gehäusedurchmesser: bis 25 mm
Gehäuse: kugelig bis leicht gedrückt, farblich sehr variabel – von gelb, seltener rosa oder blassbraun bis dunkelrotbraun; häufig mit ein bis mehreren dunklen Spiralbändern, die zu einem breiten Band verschmelzen, aber auch ganz fehlen können
Ernährung: abgestorbenes Pflanzenmaterial, Pilze und Algenbeläge sowie weiche, frische Pflanzenteile
Wichtigstes Erkennungsmerkmal: weißer Gehäuserand (Mundsaum), allerdings nicht bei Jungtieren
Verwechslungsart: Hain-Bänderschnecke (Cepaea nemoralis) – sie besitzt meist einen dunkelbraunen bis schwarzen Gehäuserand
Hinweis: Jungtiere der beiden Bänderschnecken-Arten sind meist nicht zu unterscheiden, da ihr charakteristischer gefärbter Gehäuserand noch nicht vollständig ausgebildet ist.
Synonyme: Gartenschnirkelschnecke und Weißmündige Bänderschnecke

Hain-Bänderschnecke (Cepaea nemoralis)

An Land lebende Art
Gehäusedurchmesser: bis 25 mm
Gehäuse: kugelig bis leicht gedrückt, farblich sehr variabel – von gelb, seltener rosa oder blassbraun bis dunkelrotbraun; häufig mit ein bis mehreren dunklen Spiralbändern, die zu einem breiten Band verschmelzen, aber auch ganz fehlen können
Ernährung: abgestorbenes Pflanzenmaterial, Pilze und Algenbeläge sowie weiche, frische Pflanzenteile
Wichtigstes Erkennungsmerkmal: deutlich dunkelbrauner bis schwarzer Gehäuserand (Mundsaum), allerdings nicht bei Jungtieren
Verwechslungsart: Garten-Bänderschnecke (Cepaea hortensis) – sie ist für gewöhnlich an ihrem weißen Gehäuserand zu erkennen
Hinweis: Jungtiere der beiden Bänderschnecken-Arten sind meist nicht zu unterscheiden, da ihr charakteristischer gefärbter Gehäuserand noch nicht vollständig ausgebildet ist.
Synonyme: Hainschnirkelschnecke und Schwarzmündige Bänderschnecke

Weinbergschnecke (Helix pomatia)

An Land lebende Art
Gehäusehöhe: 30–50 mm
Gehäusedurchmesser: 30–50 mm
Gehäuse: groß, kugelig und relativ dickwandig; meist hellbeige bis gelblichbraun mit schwachen oder fehlenden Spiralbändern; Oberfläche mit feinen Wachstumsstreifen
Ernährung: vor allem weiche, welke Pflanzenteile und Algenbeläge
Wichtigstes Erkennungsmerkmal: Schale meist einfarbig hell, allenfalls mit schwachen Bändern oder Flecken
Verwechslungsart: Gefleckte Weinbergschnecke (Cornu aspersum) – ist kleiner und hat meist kräftigere dunkle Flecken und/oder Bänder auf dem Gehäuse
Hinweis: Jungtiere der beiden Weinbergschnecken-Arten sind nicht immer leicht zu unterscheiden

Gefleckte Weinbergschnecke (Cornu aspersum), Neozoon

An Land lebende Art
Gehäusedurchmesser: etwa 30 mm
Gehäuse: kugelig, relativ dickwandig; meist braun bis gelblichbraun mit dunkleren Flecken und unregelmäßigen Spiralbändern; Oberfläche mit feinen Wachstumsstreifen
Ernährung: vor allem weiche, welke Pflanzenteile, aber auch frische; außerdem manchmal Algenbeläge
Ursprüngliche Verbreitung: Stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurde durch den Menschen weltweit verbreitet
Wichtigstes Erkennungsmerkmal: Schale meist mit deutlichen dunklen Flecken und/oder Bändern
Verwechslungsart: Weinbergschnecke (Helix pomatia) – sie wird deutlich größer und besitzt meist ein helleres, weniger stark gemustertes Gehäuse.
Hinweis: Jungtiere der beiden Weinbergschnecken-Arten sind nicht immer leicht zu unterscheiden

Gemeine Schnauzenschnecke (Bithynia tentaculata)

Im Wasser lebende Art
Gehäusehöhe: bis 11 mm
Gehäusebreite: bis 8 mm
Gehäuse: kompakt eiförmig bis kegelförmig mit relativ spitzem Gewinde, rechtsgewunden; gelblich- bis braun gefärbt, Oberfläche glatt mit feinen Wachstumsstreifen
Ernährung: vor allem Algenbeläge, abgestorbenes Pflanzenmaterial bzw. zerfallende organische Substanzen auf dem Gewässergrund (Detritus)

Neuseeländische Zwergdeckelschnecke (Potamopyrgus antipodarum), Neozoon

Im Wasser lebende Art
Gehäusehöhe: 3–5 mm
Gehäuse: schlank kegelförmig mit mehreren deutlich abgegrenzten Windungen; meist grau- bis braun gefärbt, Oberfläche glatt bis schwach gerippt
Ernährung: vor allem Algenbeläge, zerfallende organische Substanzen auf dem Gewässergrund (Detritus) sowie Mikroorganismen auf Steinen, Pflanzen oder Sedimenten
Ursprüngliche Verbreitung: Stammt ursprünglich aus Neuseeland

Spitze Blasenschnecke (Physella acuta), Neozoon

Im Wasser lebende Art
Gehäusehöhe: 8–12 mm
Gehäusebreite: 5–7 mm
Gehäuse: dünnwandig, linksgewunden, länglich-eiförmig mit spitzem Gewinde; meist gelblich- bis hornbraun und glatt, oft leicht glänzend
Ernährung: vor allem Algenbeläge, abgestorbenes Pflanzenmaterial und weiche Wasserpflanzen
Ursprüngliche Verbreitung: Stammt aus Nordamerika
Synonym: Haitia acuta

Spitzschlammschnecke (Lymnaea stagnalis)

Im Wasser lebende Art
Gehäusehöhe: 45–70 mm
Gehäuse: hoch und schlank, rechtsgewunden, mit großer letzter Windung und relativ spitzem Gewinde, gelblich bis braun gefärbt; Oberfläche mit feinen Wachstumsstreifen
Ernährung: hauptsächlich Algenbeläge, abgestorbenes Pflanzenmaterial und weiche Wasserpflanzen
Verwechslungsart: Gemeine Schlammschnecke (Ampullaceana balthica) – sie besitzt meist ein kürzeres, bauchigeres Gehäuse und ist deutlich kleiner
Synonym: Spitze Schlammschnecke

Gemeine Schlammschnecke (Ampullaceana balthica)

Im Wasser lebende Art
Gehäusehöhe: 20–25 mm
Gehäusebreite: 14–17 mm
Gehäuse: eiförmig bis bauchig mit relativ kurzer Spitze, rechtsgewunden, gelblich- bis braun gefärbt; Oberfläche glatt mit feinen Wachstumsstreifen
Ernährung: vor allem Algenbeläge, abgestorbenes Pflanzenmaterial und weiche Wasserpflanzen
Verwechslungsart: Spitzschlammschnecke (Lymnaea stagnalis) – sie wird deutlich größer und besitzt ein länger gestrecktes, hochgewundenes Gehäuse
Synonym: Radix ovata und Radix balthica

Mollusken Grundwissen – kostenloser Online-Kurs über Schnecken und andere Weichtiere der NABU|naturgucker-Akademie (12 Lernstunden; Referentin: Estée Bochud)

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